Die Reisegruppe der Maler- und Lackierer-Innung Waldeck-Frankenberg steht vor dem Firmengebäude von Diessner.

Mehr als Farbe im Eimer

Maler- und Lackierer-Innung Waldeck-Frankenberg entdeckt bei Diessner in Berlin, worauf es beim Anstrich ankommt

 
Waldeck-Frankenberg/Berlin. Eine frisch gestrichene Wand soll gut aussehen – und möglichst lange so bleiben. Doch was braucht es dafür? Antworten darauf fanden 18 Teilnehmende der Maler- und Lackierer-Innung Waldeck-Frankenberg bei ihrer Unternehmensreise am 17. und 18. September 2026 nach Berlin.
 
Im Werk der Diessner GmbH & Co. KG Lack- und Farbenfabrik in Berlin-Britz führte der Weg zunächst hinter die Kulissen. Die Werksführung zeigte, wie viel Wissen in einem Farbeimer steckt. Anschließend konnte die Gruppe Innen- und Fassadenfarben selbst ausprobieren und Musterflächen streichen. Aus Erklärungen wurden sichtbare Ergebnisse.
 
Dabei ging es auch um das, was später unter der Farbe verschwindet: die Grundierung. Manche Wände saugen Flüssigkeit besonders stark auf, andere bieten wenig Halt oder sanden an der Oberfläche. Eine passende Grundierung bereitet sie auf den Anstrich vor. Vergleichbar mit einem guten Fundament entscheidet sie mit darüber, wie das Ergebnis gelingt und hält.
 
Ein weiteres Thema waren konservierungsmittelfreie Innenfarben. Konservierungsmittel schützen Farbe im Eimer vor Bakterien und Schimmel, können bei entsprechend empfindlichen Menschen aber allergische Reaktionen auslösen. Diessner bietet Innenfarben ohne diese Zusätze an. Für Menschen mit einer Allergie gegen solche Stoffe kann das bei der Produktauswahl entscheidend sein. So wurde deutlich: Bei einer Wandfarbe zählt weit mehr als der gewünschte Farbton.
 
„Unsere Kunden sehen am Ende die fertige Wand. Wie viel Fachwissen dahintersteckt, bleibt oft unsichtbar. Solche Einblicke helfen uns, Materialien bewusst auszuwählen und unsere Kunden verständlich zu beraten“, sagt Obermeister Matthias Pfeil.
 
Auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Beim gemeinsamen Abendessen blieb Zeit für Gespräche und Austausch unter Kollegen. „Im Arbeitsalltag bleibt oft wenig Zeit für Gespräche über den eigenen Betrieb hinaus. Solche Fahrten bringen uns zusammen. Jeder bringt andere Erfahrungen mit – wenn wir die miteinander teilen, profitieren alle davon. Das macht eine lebendige Innung aus“, ergänzt Pfeil.
 
Am nächsten Morgen kehrte die Gruppe zu den Musterflächen zurück: Die Anstriche vom Vortag wurden begutachtet und die Ergebnisse besprochen. Zum Abschluss wechselte die Perspektive – vom Blick auf einzelne Oberflächen zum Blick auf die Hauptstadt bei einer Stadtrundfahrt.
 
Organisiert hatte die Reise die Maler- und Lackierer-Innung Waldeck-Frankenberg für ihre Mitglieder gemeinsam mit Diessner. Der Farbenhersteller übernahm die Übernachtungskosten.
 
Kontakt: Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg, Telefon: 05631 9535-100, E-Mail: info@khkb.de
 
 
Bildunterschrift: Die Teilnehmenden der Maler- und Lackierer-Innung Waldeck-Frankenberg beim Besuch der Firma Diessner in Berlin-Britz.

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